Steckdose weg, Akku leer, Meeting in 20 Minuten. Wer regelmäßig mit Laptop unterwegs ist, kennt dieses Szenario. Der Anker 737 PowerCore 24K soll genau dieses Problem lösen – und laut mehrerer unabhängiger Fachtests aus Deutschland tut er das ziemlich gut. Aber er ist nicht für jeden die richtige Wahl.
Wir haben Testberichte von Heise.de, Techtest.org, HardwareInside.de und internationalen Reviews ausgewertet, um dir ein ehrliches Bild zu geben – ohne Marketingsprache.
Technische Daten: Was der Anker 737 wirklich kann
Die Spezifikationen klingen beeindruckend. Aber was bedeuten sie im Alltag? Hier die Fakten direkt aus dem Datenblatt und bestätigt durch unabhängige Tests:
| Spezifikation | Wert | Alltagsbedeutung |
|---|---|---|
| Kapazität | 24.000 mAh (88,56 Wh) | iPhone 16 Pro ca. 4× vollständig laden |
| Max. Ausgangsleistung | 140 W gesamt (PD 3.1) | MacBook Pro 14" mit voller Geschwindigkeit |
| USB-C Ausgänge | 2× USB-C bis 140W | Beide Ports voll nutzbar |
| USB-A Ausgang | 1× bis 18W | Ältere Geräte ohne USB-C |
| Ladeeingang | 140W via USB-C | Vollständig aufgeladen in ~60–90 Min. |
| Display | Farbiges LCD-Display | Zeigt %, Watt, Ampere, Temperatur & Laufzeit |
| Maße & Gewicht | 156×55×50 mm · 632 g | Rucksack ja, Hosentasche nein |
| Flugtauglich | Ja (unter 100 Wh) | Im Handgepäck erlaubt (IATA-konform) |
Wichtiger Hinweis aus dem Techtest.org-Review: Sobald du mehr als einen Port gleichzeitig nutzt, wird die Leistung aufgeteilt. Bei aktivem USB-A-Port werden die USB-C-Ports auf 65W gedrosselt. Das ist normal – aber wissen solltest du es.
Was unabhängige Tests sagen
Heise.de: "Kaum Wünsche offen"
Heise.de, eine der renommiertesten deutschen Tech-Redaktionen, hat den Anker 737 ausführlich getestet. Das Urteil: "Die Anker Powerbank 737 ist eine ausgereifte und leistungsstarke Powerbank, die kaum Wünsche offen lässt." Besonders gelobt wird das farbige Display, das neben dem Akkustand auch Spannung, Stromstärke und Temperatur anzeigt – laut Heise ein echter Mehrwert gegenüber einfachen LED-Anzeigen.
The Power Pick: MacBook Pro von 20% auf 80% in unter einer Stunde
Das auf Ladeprodukte spezialisierte Portal The Power Pick hat gemessen: Ein MacBook Pro 14" wird von 20 % auf 80 % in unter einer Stunde geladen – kaum ein Unterschied zum originalen Apple-Netzteil. Die Implementierung von Power Delivery bezeichnen sie als "rock-solid".
HardwareInside.de: Vorsicht bei Dell-Notebooks
HardwareInside weist auf einen wichtigen Punkt hin, den andere Reviews übersehen: Geräte wie das Dell Alienware X14, die eine inoffizielle Erweiterung des PD-Standards nutzen (20V @ 6,5A statt 28V @ 5A), laden am Anker 737 nicht mit maximaler Geschwindigkeit. Für Apple-Geräte gilt das nicht – die funktionieren problemlos.
Cubed3: Gewicht ist der einzige echte Kompromiss
Cubed3 fasst es gut zusammen: Das Gewicht von ~630 g und die Größe machen den 737 unpraktisch für die Hosentasche – aber für Rucksack-Nutzer ist es ein akzeptabler Kompromiss für die gebotene Leistung.
Vorteile & Nachteile auf einen Blick
Das spricht dafür
- 140W PD 3.1 – echte Laptop-Ladegeschwindigkeit, von Heise und The Power Pick bestätigt
- Detailliertes Farb-Display – zeigt %, Watt, Ampere und Temperatur in Echtzeit
- Schnelles Eigenaufladen – mit 140W Eingang in ~60–90 Minuten voll
- Flugtauglich – unter der 100-Wh-Grenze, im Handgepäck erlaubt
- Trickle Charging – ideal für Kopfhörer und kleine Wearables (per Doppeltipp aktivierbar)
- Preis-Leistung – aktuell ab ~74,98 € auf Amazon.de (laut Geizhals-Preisvergleich)
Das spricht dagegen
- 632 g Gewicht – spürbar schwer, nichts für die Hosentasche
- Port-Drosselung – USB-C fällt auf 65W, sobald USB-A aktiv ist
- Kein kabelloses Laden – kein Qi, kein MagSafe
- Dell-Kompatibilität eingeschränkt – Gaming-Notebooks mit proprietärem PD laden langsamer
- Kein weiches Case dabei – nur ein einfaches Stoffbeutelchen im Lieferumfang
- Langzeit-Bedenken vereinzelt – einige Nutzer berichten von Kapazitätsverlust nach ~1 Jahr intensiver Nutzung (Slickdeals-Community)
Für wen ist der Anker 737 die richtige Wahl?
Kaufen, wenn du…
- regelmäßig mit MacBook, iPad oder USB-C-Laptop unterwegs bist
- mehrere Geräte gleichzeitig laden willst
- Wert auf ein genaues Display statt einfacher LED-Stufen legst
- auf Flugreisen gehst und eine TSA-konforme Powerbank brauchst
Überspringen, wenn du…
- nur ein Smartphone laden willst – dafür ist er schlicht überdimensioniert
- ein Dell-Gaming-Notebook mit proprietärem Ladeprotokoll nutzt
- eine ultraleichte Hosentaschen-Powerbank suchst
- MagSafe oder Qi-Laden brauchst
Vergleich mit der Konkurrenz
| Modell | Kapazität | Max. Leistung | Gewicht | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Anker 737 | 24.000 mAh | 140 W | 632 g | Bestes Display, bewährte Qualität |
| Baseus Blade 100W | 20.000 mAh | 100 W | 430 g | Leichter & flacher, weniger Power |
| UGREEN 145W | 20.000 mAh | 145 W | ~540 g | Minimal mehr Leistung, weniger Kapazität |
| Anker Prime | 27.650 mAh | 250 W | 620 g | Premium-Display, deutlich teurer |
Fazit: Kaufen oder nicht kaufen?
Der Anker 737 PowerCore 24K ist keine Powerbank mit unnötigen Extras – er konzentriert sich auf das Wesentliche und macht es richtig. Das farbige Display, die echten 140W und die solide Verarbeitung machen ihn zum Goldstandard in seiner Klasse, wie auch Heise.de und The Power Pick bestätigen.
Der einzige echte Kompromiss: das Gewicht. 632 g sind nicht nichts. Wer das akzeptiert, bekommt aktuell ab ~74,98 € eine der leistungsstärksten Powerbanks auf dem deutschen Markt.
Unsere Empfehlung: Kaufen – besonders für MacBook-Nutzer und alle, die täglich mehrere Geräte unterwegs laden.
Quellen: Heise.de (Dez. 2024), Techtest.org, HardwareInside.de, The Power Pick (Feb. 2026), Cubed3 (Nov. 2025), Geizhals Preisvergleich (Mai 2026)